Corona und Urlaub auf La Palma

Ja. La Palma gehört zu Spanien und war Risikogebiet. ABER: Die Fallzahlen waren und sind niedriger als beispielsweise in Köln. Auch im Vergleich zur Einwohnerzahl. (La Palma hat nur ungefähr 83.000 Einwohner)

Aber Corona herrscht ja auch unabhängig von Risikogebieten. Schon am Flughafen hat man gemerkt: Es sind nur wenig Leute da. Und: Es herrscht im ganzen Flughafengebäude Maskenpflicht. Die Mund-Nasen-Bedeckung darf man nur absetzen, wenn man etwas isst oder trinkt. Check-in habe ich online gemacht, so dass ich nur noch mein Gepäck aufgeben musste. Auch da hat man gemerkt, dass nur sehr wenig los war. Die meisten Schalter waren nicht besetzt. In der Schlange musste man natürlich Abstand halten. Und weil ich nach Spanien geflogen bin musste ich zeigen, dass ich meinen Gesundheitsfragebogen ausgefüllt habe indem ich den entsprechenden QR-Code vorgezeigt habe. Den Gesundheitsfragebogen gibt es auch auf Deutsch. Man muss ein paar Angaben machen, aber wirklich aufwendig ist er nicht. Das Einzige, was nervig ist: Man darf ihn frühestens 48h vor Abflug ausfüllen und muss den Sitzplatz im Flugzeug angeben. Weil ich keine Lust hatte, Geld für einen Wunschplatz auszugeben, konnte ich das Formular also erst nach dem Einchecken fertig ausfüllen. Beim Boarding wurden immer fünf Reihen aufgerufen, die einsteigen durften. Geklappt hat das aber nur so mittelmäßig.

Während des Gesamten Fluges herrschte auch Maskenpflicht. Der Flug war zwar nicht ausgebucht, aber es gab nur vereinzelt freie Plätze. Umsetzen durfte man sich nur nach Absprache mit den Flugbegleitern. Auch hier durfte man die Maske nur beim Essen und Trinken absetzen. Ansonsten hat man aber von Corona nicht viel mitbekommen.

Beim Aussteigen mussten wir warten, bis das Gepäck entladen war. Erst danach wurde die Tür aufgemacht. Auch hier wurde reihenweise aufgerufen. Und auch hier hat das nur so mittelmäßig funktioniert… Irgendwie sind Deutsche da nicht für gemacht. Am Flughafen mussten wir dann durch den Gesundheits-Check. Der bestand aus einer Wärmebildkamera und ein paar Menschen, die die QR-Codes gescannt haben. War aber an sich nicht so das Problem. Dadurch, dass wir aber so gestaffelt ausgestiegen sind, einer nach dem anderen durch die Kontrolle musste und das Gepäck schon vor uns ausgeladen wurde, war das Warten am Gepäckband total entspannt. Corona hat also auch positive Seiten 😉

Auf La Palma herrscht Maskenpflicht im öffentlichen Raum. Also auf der Straße, in Läden, Restaurants, Bergen, … überall. Außer am Strand. Auch hier gilt: Maske darf nur zum Essen und Trinken abgesetzt werden. Ob das für Sport auch gilt, sind sich die Einheimischen auch nicht so sicher. Die Kontrollen sind hier aber wohl nicht so streng, haben mir die Palmeros (die Einheimischen von La Palma) gesagt.

Aber man gewöhnt sich dran. Klar ist man froh, wenn man die Maske absetzen darf (im Auto z.B. wenn alle aus einem Haushalt kommen) und man atmet ganz automatisch einmal durch, wenn man die Maske absetzt, aber ich finde die Maske dann doch gar nicht so schlimm. Und immerhin: Die Fallzahlen sind hier sehr gering. Man achtet aufeinander, weist sich gegenseitig zurecht und bleibt auf Abstand. Körperlich.

Beim Rückflug war die Situation ein bisschen anders. Der Flughafen auf La Palma ist tendenziell überdimensioniert und so haben sich die Menschen sehr gut im Gebäude verteilt – obwohl die Maschine nach Düsseldorf, die vor uns geflogen ist, über 2 Stunden Verspätung hatte. Das Boarding hat sich bei uns fast um eine Stunde nach hinten verschoben. Deutsche haben ja eh schon immer Angst, dass sie im Flugzeug keinen Platz mehr bekommen und so gab es einen großen Pulk vor dem Boarding-Schalter. Auch hier war der Plan, dass die Menschen von hinten nach vorne einsteigen. Wurde auch so kommuniziert, aber die netten Damen am Boarding-Schalter konnten kein Deutsch und die Deutschen offensichtlich kein Englisch. Funktioniert hat das nämlich nicht. Dieses Mal war unser Flugzeug deutlich leerer. Umsetzen war offiziell verboten, nach einem Streit zwischen Gast und Flugbegleiterin und dem Argument, dass das schon andere einfach ohne Absprache gemacht haben, wurde es aber geduldet.

Während des Fluges galt wieder Maskenpflicht. In Frankfurt wurden wir dann in zwei Busse verfrachtet – das Ganze Abstand-Halten war also da dann auch nicht mehr möglich. Das Gepäck hat sich dann auch verspätet, so dass sich dort viele um das Gepäckband getummelt haben. Mein Rucksack war eh der letzte, der ankam und so habe ich den Pulk erst einmal vorgehen lassen. 😉

Vom Gepäck ging es dann direkt zum Corona-Test. Im Flughafen ist das Testzentrum überall mit blauen Klebeschildern auf dem Boden ausgeschildert. Man kann es also eigentlich nicht verfehlen. Was ich nicht wusste: Man muss sich online registrieren – offensichtlich war ich nicht die einzige, denn Menschen von der Bundeswehr standen schon mit Flyern auf Deutsch und Englisch bereit, auf denen das Verfahren erklärt wurde. Wir haben das dann im Wartebereich vor Ort gemacht, wenn man das vorher gewusst hätte, hätte man sich das Warten erspart. Sobald man die QR-Codes per Mail geschickt bekommen hat, konnte man sich in die eigentliche Schlange anstellen und ab da ging es sehr flott. Zuerst wurden die Codes eingescannt und man hat eine Karte mit einem Sticker bekommen, der später auf das Test-Röhrchen kommt. Danach geht es in die nächste Schlange, wo man dann für den eigentlichen Test ansteht. In den vielen Kabinen werden dann Abstriche gemacht und man kann gehen. Ziemlich unspektakulär das Ganze.

Und dann muss man in Quarantäne. In Köln galt zu dem Zeitpunkt, dass man sobald man einen negativen Test vorweisen kann, automatisch aus der Quarantäne entlassen wird. Online steht überall, dass sich das ändern wird, bisher ist das aber nicht passiert. Ich habe mein Testergebnis dann keine 24 Stunden nach dem Test bekommen und bin seitdem wieder „auf freiem Fuß“ und versuche die Maskenpflicht in Köln zu verstehen. Mir war da die Regelung „immer, wenn du das Haus verlässt“ deutlich lieber. Da wusste ich wenigstens, was zu tun ist.

Veröffentlicht von karinitakarinosa

Ich bin Weltenbummlerin, in der Welt zu Hause, lerne gerne neue Menschen, Dinge und Lebensweisen kennen und versuche meine Erfahrungen in Wort (Blog), Bild (Instagram) und Videos (YouTube) festzuhalten.

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